Ratgeber

Wie testet man eine Rektusdiastase?

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Hast Du einen ungewöhnlich weichen, vorgewölbten Bauch, der immer noch schwanger aussieht, obwohl die Rückbildung hinter Dir liegt? Hast Du ein instabiles Gefühl in der Körpermitte? Oder Rückenschmerzen? Dann solltest Du Dich fragen: Habe ich eine Rektusdiastase?

Der Fachbergriff „Rektusdiastase“ bedeutet Bauchmuskel-Spaltung. Die beiden Stränge der geraden Bauchmuskulatur stehen weiter auseinander, als es physiologisch vorgesehen ist. Die dazwischen befindliche Sehnenplatte, die diese beiden Stränge normalerweise nah beieinander hält, ist breiter und weicher als normalerweise. Ist die Spalte mehr als 2 Finger breit ist und kann die Sehnenplatte keine Spannung aufbauen, dann spricht man von einer Rektusdiastase. Die Bauchmuskulatur verliert dadurch ihre eigentliche Funktionsfähigkeit, sie arbeitet nicht mehr effektiv, man spricht auch von Bauchwand-Schwäche.

Betroffen sind in erster Linie Frauen nach einer oder vor allem nach mehreren Schwangerschaften. Am Ende der Schwangerschaft ist der große Bauchmuskel-Spalt normal, nach der Geburt sollte er sich jedoch wieder verschmälern, was er nicht immer tut.

Rectusdiastase

BILD links: Rectusdiastase am Anfang der Schwangerschaft
BILD rechts: Rectusdiastase am Ende der Schwangerchaft

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Kostenfreie REKTUSDIASTASEN-BERATUNG von Verena Wiechers & Team!

Ist Dein Bauch weich und vorgewölbt? Fühlst Du Dich instabil in der Körpermitte? Hast Du Rücken- oder Beckenbodenbeschwerden? Hast Du von Fachleuten die unterschiedlichsten Aussagen erhalten? Bei Verdacht auf Rektusdiastase beraten wir Dich kostenfrei und unverbindlich. Fülle HIER unseren Fragebogen aus, unsere qualifizierten Baraterinnen werden daraufhin eine unverbindliche, kostenfreie Empfehlung aussprechen. Je nach Schweregrad empfehlen wir Dir eine spezialisierte Physiotherapeutin/Trainerin in Deiner Stadt oder unser Online-Training.

Verena Wiechers & ihr Team bilden an der AKADEMIE FÜR PRÄ- & POSTNATALES TRAINING Hebammen, Physiotherapeutinnen und Trainerinnen aus, unter anderem werden dort  Fortbildungen zum Thema „Rektusdiastase“  angeboten. Das MamaWORKOUT-Konzept wurde an der AKADEMIE FÜR PRÄ- & POSTNATALES TRAINING entwickelt.

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Anzeichen für eine Rektusdiastase sind:

  • ungewöhnlich dicker Bauch trotz Normalgewicht und trotz abgeschlossener Rückbildung
  • instabile Körpermitte
  • Beckenboden-Probleme
  • Rückenschmerzen

Wenn Du herausfinden möchtest, ob bei Dir eine Rektusdiastase vorliegt, führe den folgenden Test durch.

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Wie stelle ich eine Rektusdiastase fest? Rektusdiastasen-Test:

Zuerst testet man den Abstand der Bauchmuskelstränge:

  • Leg Dich entspannt mit aufgestellten Beinen auf den Rücken, positioniere deine Finger unterhalb des Bauchnabels, die Finger müssen senkrecht stehen und in die weiche Bauchdecke „pieksen“.
  • Hebe den Kopf, bis Du ein geringes Anspannen (Zucken) der beiden Bauchmuskelstränge spürst.
  • Wie breit ist der Abstand hier? Überprüfe auf diese Weise die gesamte Länge der Rectusstränge vom Schambein bis zum Brustbein.
  • Wenn ein „Hubbel“ oder „Damm“ erscheint, ist dies ein Zeichen für eine sehr breite Rectusdiastase.
  • Normaler Abstand: 1 bis 2 Finger breit.
  • Nachdem Du bei relativ entspannter Körpermitte-Muskulatur die Abstände getestet hast, überprüfe, was passiert, wenn Du vorher Beckenboden und Muskelkorsett anspannst:
    Positioniere den Körper und die Finger wie oben beschrieben.
    Spanne Beckenboden und Muskelkorsett. Atme mit einem „pfffffft“ aus, verschließe beide Körperöffnungen, sauge den Damm nach innen-oben, spanne die Bauchdecke nach innen-oben, verkürze den Abstand zwischen Schambein und Brustbein und bringe die Rippenbögen näher zueinander.
    Hebe den Kopf und überprüfe die Spalte. Wenn die Abstände bei angespannter Körpermitte nun geringer sind, ist dies ein gutes Zeichen.

 

Dann testet man die Festigkeit der Sehnenplatte zwischen den zwei Bauchmuskelsträngen:

  • Ausgangsposition wie oben.
  • Hebe den Kopf, bis Du ein geringes Anspannen (Zucken) der beiden Bauchmukelstränge spürst. Wie tief kannst Du die Finger in den Spalt hinein drücken, wie weich ist die Sehnenplatte? Überprüfe auf diese Weise die gesamte Länge der Sehnenplatte (vom Brustbein bis zum Schambein).
  • Wenn man in der Tiefe ein Pulsieren wahrnimmt, könnten das die Organe sein. Dies ist ein Zeichen für eine sehr weiche/schwache Sehnenplatte.
  • Nachdem Du bei relativ entspannter Körpermitte-Muskulatur die Sehnenplatte getestet hast, teste, was passiert, wenn Du vorher Beckenboden und Muskelkorsett anspannst:
    Spanne Beckenboden und Muskelkorsett: Atme mit einem „pfffffft“ aus, spanne dabei den Beckenboden intensiv nach innen-oben und dann spanne genauso das Muskelkorsett.
    Hebe den Kopf und überprüfe die Sehnenplatte wie oben beschrieben.
    Wenn Du nun mehr Festigkeit und weniger Tiefe spürst, ist dies ein gutes Zeichen.
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